© Uwe
Illustrierte Bücher bestechen oftmals auch durch Bilder und Fotografien. Auf Reisen liest man gelegentlich Bücher und schießt Fotos. Als Blogger schreibt man über Beides. Hier vor allem über "Lichtgezeichnetes". Quer durch die ganze Welt. Fast.
Heute müssen wir etwas mehr auf die Uhr schauen, denn am Nachmittag geht der Flieger nach der Stadt der "Guten Winde" zurück. Lang streckt sich der Lago Argentino, bis wir nach rund 80 Kilometern eine riesige Eiswüste erblicken. Schon auf der Anfahrt entdecken wir die kleinen Eisberge und wenn dahinter keine Berge zu sehen wären, könnte man an den arktischen Norden denken.
Es gibt sie also noch, die Gletscher, die sich dynamisch bewegen und die nicht merklich kleiner werden trotz der großen Brocken, die mit lautem Donnern in den Lago Argentino "kalben". Si nennt man das. Der nach dem Forscher Perito Moreno benannte Gletscher ist der Auslassgletscher des drittgrößten Eisfeldes der Erde. Die beiden größten sind die Antarktis und Grönland. Es sind sogar drei Gletscher, die in den Lago Argentino fließen, insgesamt zählt der Nationalpark 47 Gletscher. Der Nationalpark Los Claciares zieht sich nach "oben" bis El Chalten. Einer der größten Süßwasserspeicher, wobei man sich nicht täuschen sollte, der Klimawandel schlägt trotz solch gewaltiger Massen wie den Moreno-Gletscher auch in Südamerika zu mit Gigatonnen von Eis.
Wir hören es zwar öfter gewaltig krachen, aber einen richtigen frischen Eisberg bekommen wir nicht vor die Linse. Die Schiffe halten schon Abstand zum Rand des Gletschers.
Der Fitz Roy ist, wie es sich gehört, halb unter Wolken verschwunden, als wir uns verabschieden.
Wir fahren zuerst auf der Ruta 41 entlang am Lago Viedma. Bis wir wieder auf die Ruta 40 stoßen, sind es ein paar Kilometer, insgesamt müssen wir aber nur 213 km zurück legen.
Ein leckeres Frühstück im Bergsteigerhotel und dann geht es auf Tour. Für das, was jetzt kommt, habe ich die Wanderstiefel mitgenommen. Strahlend blauer Himmel, das passt gar nicht so zu dem bisher, auch bei Carmen Rohrbach und in diversen Bildbänden gelesenen Beschreibungen. Ein paar wenige Wolkenschleier eher über dem Lago Viedma, wenn wir zurück über den Ort blicken.